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Wirtschafts

info

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Landwirtschaft macht Schule

Landwirtschaft begreifen

Sonderausgabe LANDWIRTSCHAFT

Auf dem idyllisch gelegenenWiesenhof

der Familie Aller in Maxsain geht es

an manchen Tagen hoch her. Die 265

Rindviecher in den Ställen nehmen es

gelassen, sie kennen das schon. Eine

Schulklasse ist zu Besuch. Die kleinen

Gäste erkunden neugierig den Kuhstall,

stellen viele Fragen und rümpfen auch

schon mal die Nase, denn ein bisschen

Lernort Bauernhof

WIESENHOF ALLER - Maxsain

Handlungsorientiertes Lernen auf dem Bauernhof

riecht es schon. Das ist aber schnell

vergessen, wenn Bäuerin Annette Aller

die Mistgabeln und Besen verteilt.

„Die Kinder sollen am eigenen Leibe

erfahren, dass Landwirtschaft mit harter

Arbeit verbunden ist“, erzählt die en-

gagierte Landwirtin. „Mir ist es wichtig,

ein realistisches Bild der Landwirtschaft

zu zeigen.Wer bei uns einen Streichel-

Annette Aller ist Lernort-Bäuerin, der Wiesenhof der Allers das Klassenzimmer

zoo erwartet, wird enttäuscht sein.“

Annette Aller ist Lernort-Bäuerin, der

Wiesenhof der Allers ist das Klassen-

zimmer, die Kühe und Kälber die Lern-

inhalte. Handlungsorientiertes Lernen

heißt das im pädagogischen Fachjargon.

„Lernort Bauernhof“ ist ein gemeinsa-

mes Projekt von Landesregierung und

Akteuren aus der Landwirtschaft. Ziel

des Projekts ist es, die handlungsori-

entierte außerschulische Bildung von

Schülerinnen und Schülern qualifiziert

und praxisnah zu fördern. Rund 200

Kinder hat Annette Aller in diesem Jahr

schon auf dem Hof begrüßt und ihnen

erklärt, was Kühe fressen, woher die

Milch kommt und warum die Bauern so

wichtig sind.

Insgesamt beteiligen sich in den drei

Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und

Westerwaldkreis derzeit neun Betriebe

an diesem Projekt (siehe nebenste-

hende Liste). Nähere Informationen zu

dem Projekt und den teilnehmenden

Landwirten finden sich auch unter

www.lernort-bauernhof.rlp.de

.

Ab nach draußen

DERWESTERWALDSTEIG

Zu Fuß durch dieWesterwälder Land(wirt)schaft

Für die touristische Ausrichtung des

Westerwaldes alsWanderregion sowie

für den Erholungs- und Freizeitwert

der Region ist die Landwirtschaft

unverzichtbar. Der Qualitätswanderweg

Westerwaldsteig ist das touristische

Flaggschiff der Region. Zwischen dem

hessischen Herborn und Bad Hön-

ningen am Rhein schlängelt er sich

durch die abwechslungsreiche Kultur-

landschaft, die von Land- und Forst-

wirtschaft gestaltet und gepflegt wird.

Viele weitere, von Kommunen oder

gesellschaftlichen Gruppen gestaltete

Wanderwege ergänzen diese touristi-

sche Ausrichtung der Region, von der

auch einige landwirtschaftliche Betriebe

mit Gastronomie- oder Direktvermark-

tungsangeboten profitieren.

www.westerwald.info

Touristik und Landwirtschaft ergänzen sich