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WIRTSCHAFTS

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Mit der Eröffnung der 132 km langen

Westerwaldschleife wurde der 1. Schritt

zu einem flächendeckenden Radwege-

netz im gesamten Westerwald umge-

setzt. Nach HBR (Hinweise zur wegwei-

senden und touristischen Beschilderung

für den Radverkehr in Rheinland-Pfalz)

ausgeschildert, ist die Westerwaldschlei-

fe das erste Teilstück der Rheinland-

Pfalz-Route im Westerwald. Landrat

Lieber sprach in seiner Eröffnungsrede

davon, den Westerwald zu einer attrak-

tiven Fahrradregion zu entwickeln. Er

dankte den Landesbetrieben Mobilität

Diez und Rheinland-Pfalz sowie den

Verbands- und Ortsgemeinden für die

gute Zusammenarbeit. Die nachhaltige

Wegepflege obliegt dem RSV Daaden.

Die Westerwaldschleife wurde von Jupp

Trauth und seinem Planungsbüro „Huns-

rückvelo“ konzipiert. Lars Kober und

Kerstin Bachenberg (Kreisverwaltung

Altenkirchen) haben den Streckenverlauf

ausgearbeitet. Die Westerwaldschleife

ist ein Projekt der Gemeinschaftsinitia-

tive „WirWesterwälder“ der Landkreise

Altenkirchen, Neuwied undWesterwald.

Das Ziel, die Radwegesituation im ge-

samten geografischen Westerwald wei-

ter zu verbessern, wird bis Ende 2011

auch in den Kreisen NR undWW umge-

setzt. Die Förderanträge wurden auf den

Weg gebracht. Ziel ist es, im Laufe des

nächsten Jahres auch dort das Projekt

so weit zu bringen, dass die wegführende

Beschilderung bis Ende des Jahres abge-

schlossen ist. Weiter wird derzeit auch

an einer speziellen Mountainbike-Route

im Kreis Altenkirchen gearbeitet. Ziel ist

es, auch diese in der nächsten Zeit umzu-

setzen.Alle Planungen wurden imVorfeld

mit den zuständigenVerbandsgemeinden

besprochen.

Radtourismus im Westerwald

Open Innovation im Innovationsluster Metall-Keramik-Kunststoff

Der Erfolg eines Unternehmens hängt

maßgeblich von der Neu- oder Weiter-

entwicklung der Produkte und Dienst-

leistungen ab. Jede Innovation fängt mit

einer Idee an. Ein Trend: Um zu neuen

sinnvollen Ideen zu gelangen wird nicht

nur betriebsintern getüftelt, sondern

vermehrt auch externe Partner einbe-

zogen. „Open Innovation“ steht hier

für die Öffnung des betrieblichen Inno-

vationsprozesses für externe Partner.

Diese können als Kunden, Lieferanten

aber auch Entwicklungsdienstleister, wie

bspw. Hochschulen, auftreten. Durch

deren Einbeziehung soll der Effizienz

und Effektivität des Innovationsprozes-

ses gesteigert und der Erfolg von Neu-

produkteinführungen erhöht werden.

Was in größeren Unternehmen schon

weit verbreitet ist, wird in kleineren und

mittleren Betrieben aufgrund fehlender

Tools und Methoden zur Umsetzung

der Open Innovation weniger verfolgt.

Das Institut für Mittelstands- und Clus-

termanagement der Fachhochschule

Koblenz hat sich daher zum Ziel gesetzt,

durch den Einsatz geeigneter Instrumen-

te dieÖffnung der Innovationsstrukturen

der Unternehmen im Innovationscluster

Metall-Keramik-Kunststoff zu fördern.

Prof. Reinemann, Leiter des Projektes

Open Innovation, macht deutlich, dass

es bei dem Forschungsprojekt keines-

wegs um trockene Theorie geht: „Die

Fachhochschule Koblenz sucht Unter-

nehmenspartner für die Realisierung

des Forschungsprojekts. Teilnehmende

Unternehmen haben hierdurch hand-

feste Vorteile: Neben der Analyse des

existierenden

Innovationsprozesses

und dem Aufzeigen möglicher Poten-

ziale durch die Öffnung des Innovati-

onsprozesses werden Methoden und

Instrumente zur offenen Innovation

erprobt. Darüber hinaus erfolgt eine

Begleitung im gesamten Prozess und

wenn gewünscht auch ein Erfahrungs-

austausch mit anderen Unternehmen.“

Das Attraktive für die Betriebe: Kos-

ten für die Unternehmen entstehen

nur im Rahmen von Zeit- und Per-

sonalaufwendungen für Workshops

und Gespräche im Unternehmen.

Aktive Unterstützung erhält Prof. Reine-

mann von den Wirtschaftsförderungs-

gesellschaften der drei Landkreise Al-

tenkirchen, Neuwied und Westerwald

sowie vom Wirtschaftsministerium in

Mainz. In einem ersten Anlauf konn-

ten mit Hilfe der WFGs rund 10 Un-

ternehmen gefunden werden, die sich

aktiv am Projekt beteiligen wollen.

Derzeit befindet sich das Vorhaben zur

Begutachtung beim Projektträger des

Bundesministeriums für Bildung und

Forschung. Eine Entscheidung über

den Antrag wird im Januar erwartet.

Das Projekt ist nach wie vor offen für

weitere Unternehmen. Interessierte Be-

triebe wenden sich an:

FH Koblenz

Prof. Dr. Holger

Reinemann,

Mittelstands-1

management

Tel. 0261 / 9528155

Fax 0261 / 9528150

reinemann@fh-

koblenz.de

Foto: Eröffnung derWesterwaldschleife