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WIRTSCHAFTS

info

4

Innovationscluster

METALL

-

KERAMIK

-

KUNSTSTOFF

Die Keramik in der Energiegewinnung,

zwei Komponenten mit hohen Inno-

vationspotentialen und zukunftsträch-

tigen Aussichten, darüber informierte

Professor Dr. Bernhard Hoffschmidt

vom Solar-Institut Jülich an der 3. Clus-

terkonferenz im Keramikmuseum in

Höhr-Grenzhausen. Mit der im Cera-

Tech-Center in der Kannenbäckerstadt

ansässigen Bauer Technologies hat der

Solarforscher einen Partner gefunden,

der mittels 3D-Siebdruck keramische

Körper mit außergewöhnlichen Absor-

berfähigkeiten für die Nutzung der Son-

nenenergie entwickelt. Nur ein Beispiel

von vielen, mit denen die Veranstalter

die Innovationspotentiale der Branchen

Metall, Keramik und Kunststoff an der 3.

Clusterkonferenz im Keramikmuseum in

Höhr-Grenzhausen aufzeigten.

Das Innovationscluster Metall-Keramik-

Kunststoff nimmt Fahrt auf. Die ersten

Erfolge sind sichtbar, darüber waren sich

sowohl Referenten wie auch Tagungs-

teilnehmer einig. Nach zwei Cluster-

konferenzen in den Nachbarlandkreisen

Neuwied und Altenkirchen informierten

sich auf Einladung der Wirtschaftsför-

derungsgesellschaft Westerwaldkreis

mbH (WFG) rund 180 Vertreter aus

Wirtschaft, Forschung, Lehre und Poli-

tik über die Innovationspotentiale der

Werkstoffe Metall, Keramik, Kunststoff

und Oberflächentechnik. Auffallend da-

bei: Sowohl unter den Referenten wie

auch unter den Gästen waren Profes-

soren, Institutsleiter, Hochschulen und

Unternehmer aus dem ganzen Land

und darüber hinaus. Für die 3. Cluster-

konferenz fand man in Keramikmuseum

Westerwald in Höhr-Grenzhausen den

passenden Rahmen und ausreichend

Ausstellungsfläche für 28 Firmen und

Forschungseinrichtungen für die beglei-

tende Tischmesse. Für Landrat Achim

Schwickert steht die Stärkung derWirt-

schaft im globalen Wettbewerb im Vor-

dergrund. „Der Westerwaldkreis belegt

seit Jahren Spitzenplätze im Rheinland-

Pfalz, wenn es um die wirtschaftliche

Leistungsfähigkeit geht“, so der Wester-

wälder Landrat. An diese Entwicklung

und die bereits erreichten Erfolge müsse

mit dem sich über die drei Landkreise

Neuwied, Altenkirchen und Westerwald

erstreckenden Innovationscluster ange-

knüpft werden. Hendrik Hering, Minister

für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft

und Weinbau unterstrich die Zielset-

zungen der Landesregierung in der

Wirtschaftspolitik und das Engagement

des Landes bei der Clusterbildung und

dessen Förderung. Um dieWirtschaft zu

unterstützen, gelte es rechtzeitig durch

die Schaffung von Clusterstrukturen die

vorhandenen Stärken zu stärken und

nicht erst in Zeiten struktureller Verän-

derungen zu reagieren.

Das Drucken mittels industrieller Di-

gitaldruckwerke auf feste Substrate

wie Glas und Keramik; diese innovative

Technik die schon 2009 mit dem Inno-

vationspreis des Landes ausgezeichnet

wurde, präsentierte die CTG-PrintTEC

aus Alsdorf, Landkreis Altenkirchen.

Markus Zwick, Leiter „Technische Ke-

ramik“ im Forschungsinstitut für Glas

und Keramik (FGK), Höhr-Grenzhausen

stellte anschaulich den Einsatz der Ke-

ramik in metallischer Umgebung dar,

bevor Prof. Dr. Peter Quirmbach das

künftige „Europäische Institut für Feuer-

festtechnologie“ (ECREF) am Standort

Höhr-Grenzhausen und dessen Leis-

tungsspektrum präsentierte. „Mit der 3.

Clusterkonferenz sind wir dem Ziel der

Vernetzung der Innovationspotenziale

und der Bündelung der Kompetenzen

aus Universitäten, Fachhochschulen,

ortsansässigen Forschungseinrichtungen

sowie den Unternehmen der Region

und damit der Schaffung zukunftsfähiger

Arbeitsplätze wieder ein großes Stück

näher gekommen“, so Wilfried Noll,

WFG-Geschäftsführer und Moderator

der 3. Clusterkonferenz. Den Unterhal-

tungsbeitrag an der 3. Clusterkonferenz

lieferte klangvolle klassische Musik, pas-

send aus keramischen Klangsäulen,made

in Ransbach-Baumbach.

Mehr zum Innovationscluster unter

www.metall-keramik-kunststoff.de

Clusterkonferenz führte Branchen und Werkstoffe zusammen

Begleitende Ausstellung war ein Erfolg

DieTischmesse im Umfeld der 3. Clusterkonferenz stieß auf besondere Aufmerksamkeit. Landrat Achim Schwickert (rechts)

verschaffte sich einen Überblick über das Innovationspotential bei den Branchenvertretern. Mit dabei die Geschäftsführer der

Wirtschaftsförderungsgesellschaften aus den Landkreisen Neuwied,Altenkirchen und demWesterwaldkreis.

www.metall-keramik-kunststoff.de