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WIRTSCHAFTS

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Das auch kleine Handwerksbetriebe

Ideen- und Innovationsschmieden sein

können, beweist der in Bad Marienberg

ansässige Maurermeister und Restaura-

tor Alexander Fenske. Bei der Innova-

tionspreisverleihung des Landes Rhein-

land-Pfalz durch Wirtschaftsminister

Hendrik Hering erhielt der Ein-Mann-

Betrieb Denk AF Mal eine Anerken-

nung für ein Produkt, dass Restaurato-

ren und Sanierern die Arbeit deutlich

erleichtern wird. Daneben ist die neu

entwickelte Lehmspritzmasse ein Na-

turbaustoff, der, so der Ausgezeichnete,

deutlich besser zu den Materialien Lehm

und Holz passt und das Bauwerk halt-

barer macht als die modernen Silikone.

Bisher wurden Ritze und Fugen in der

Fachwerksanierung zeitaufwändig mit

der Hand und entsprechenden Werk-

zeugen ausgefüllt. Für Fenske war die

zeitraubende Arbeit und die Verwen-

dung von Silikonen Anlass, nach einem

natürlichen Fugenfüller ohne Kunststoff-

zusätze zu suchen, mit dem man schnell

Anschlüsse und Öffnungen verschließen

kann. Die besondere Herausforderung

bestand darin, den Lehm spritzbar zu

machen und dann mittels einer klassi-

schen Silikonspritzpistole einzusetzen.

Die vielfältigen Versuche zeigten Erfolg.

Den aus einer Grube im unteren Wes-

terwald kommende Lehm kann der Re-

staurationsfachmann zwischenzeitlich

so aufbereiten, dass die Spritzmasse in

praktische Schlauchbeutel abgefüllt wer-

den kann.Diese Schlauchbeutel passen in

jede handelsübliche Spritzpistole. (mehr

Infos unter

www.denk-mal-fachwerk.de

)

Foto: Aus den Händen von Wirtschaftsmi-

nister Hendrik Hering (zweiter von rechts)

erhielt der findige Handwerksmeister Ale-

xander Fenske (zweiter von links) bei der

Innovationspreisverleihung des Landes eine

Anerkennung. Glückwünsche aus Bad Ma-

rienberg überbrachte Stadtbürgermeister

Dankwart Neufurth (links). Für den Wes-

terwaldkreis gratulierte Wilfried Noll, Ge-

schäftsführer der Wirtschaftsförderungsge-

sellschaft (rechts).

Westerwälder Handwerker für Innovation ausgezeichnet.

Neue Lehmkartusche erleichtert Restauration

Westerwaldkreis

Frisches Land. Frische Ideen.

DieWäller sind weiterhin bildungsbeflis-

sen: Bereits in den ersten neun Monaten

des Jahres hat die Zahl der ausgege-

benen Bildungsgutscheine im Wester-

waldkreis die Einhundert überschritten.

Darauf weist die Beratungsstelle für die

Bildungsprämie bei derWirtschaftförde-

rungsgesellschaftWesterwald (WFG) hin.

Das Bundesministerium für Bildung

und Forschung (BMBF) unterstützt Er-

werbstätige in Deutschland in ihrer

beruflichen Weiterbildung mit bis zu

500 Euro Zuschuss in Form eines Bil-

dungsgutscheines. Damit können diese

einmal im Jahr einen Kurs oder eine

Prüfung der beruflichen Weiterbildung

begleichen. Jeder Angestellte und Selb-

ständige in Deutschland kann einmal

im Jahr davon profitieren, wenn das zu

versteuernde Jahreseinkommen nicht

über 25.600 Euro liegt oder 51.200 Euro

für gemeinsam veranlagte Ehepaare.

Das ProgrammBildungsprämie bietet ne-

ben dem Bildungsgutschein auch das so

genannte „Weiterbildungssparen“ an, ein

bisher noch wenig bekanntes Förderin-

strument.Wer Ansparvermögen, das im

Rahmen desVermögensbildungsgesetzes

gefördert wird, vor Ende der Sperrfrist

für berufliche Weiterbildung verwen-

det – etwa um den Eigenanteil zur Bil-

dungsprämie aufzubringen – der erhält

trotzdem die Arbeitnehmersparzulage.

Den Bildungsgutschein und den Spar-

gutschein erhält man bei der WFG- Be-

ratungsstelle unter Telefon 02602/124-

308 oder per E-Mail Michael.Jodlauk@

westerwaldkreis.de

oder bei einer der

weiteren 25 Beratungsstellen in Rhein-

land-Pfalz.

Bildungsgutscheine sind stark gefragt

Foto: v.l. Landrat Achim Schwickert, Stadtbürgermeister Klaus Mies,WFG