Wirtschaftsinfo Nr. 5 - page 8-9

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Unsere Unternehmen gehen voran
Gesundheitsmanagement und Familienfreundlichkeit
in den Betrieben der Region
FAMILIENFREUNDLICHKEIT & GESUNDHEITSMANAGEMENT
Ehrlichkeit, Mut und helfen
THOMAS MAGNETE
GelebteWerte
„Ehrlichkeit, Mut und helfen“ lauten die
grundsätzlichen Unternehmenswerte
des international tätigen Familienunter-
nehmens Thomas Magnete in Herdorf.
Für ein Unternehmen, das innovative
Produkte zur Steuerung von Fluiden
mittels e-magnetischer Aktorik und Me-
chatronik herstellt, nicht unbedingt all-
täglich. „Unser Leitbild nimmt jeden Ein-
zelnen unserer rund 500 Mitarbeiter in
die Pflicht“, erklärt der Teamleiter Per-
sonal, Matthias Hess. „Im Verbund mit
unseren umfangreichen Sozialleistungen,
weiteren Angeboten und Unterneh-
mensaktionen, haben wir es geschafft,
eine Mitarbeiter-​Identifikation mit dem
Unternehmen aufzubauen, die sich in
einer klar erhöhten Produktivität wi-
derspiegelt“, so Hess weiter. Diese klare
Identifikation sorgt für eine „mentale
Gesundheit“. Gerne arbeiten und sich
mit dem Unternehmen zu identifizieren
heißt, ohne Sorge um den Arbeitsplatz
zu arbeiten. Die ganze Energie kann in
die eigentlicheAufgabe, in dieArbeit flie-
ßen. Darin besteht der Kern der Unter-
nehmensphilosophie von Thomas Mag-
nete. Und das zahlt sich aus:
Bedingt durch die hoheVertrauenskultur,
die Kreativität der Mitarbeiter sowie das
ausgeprägte Innovationsvermögen des
Unternehmens verfügt Thomas Magnete
über eine starkeWettbewerbsfähigkeit.
Zur Sache:
Prof. Dr.
Holger Reinemann
Zu den mannigfaltigen Herausforderun-
gen im betrieblichenAlltag hat sich in den
vergangenen Jahren ein neues Problem
gesellt, das viele Unternehmen deutlich
spüren:Der demographischeWandel und
der hieraus resultierende Fachkräfteman-
gel müssen bewältigt werden!
Vor diesem Hintergrund wird die Bin-
dung der Beschäftigten an das Unterneh-
men immer wichtiger. Neben der Erhö-
hung der Attraktivität des Arbeitsplatzes
bspw. durch Maßnahmen der Familien-
freundlichkeit, ist hier insbesondere an
die Erhaltung der Gesundheit von Be-
schäftigten zu denken.
Kleine und mittlere Unternehmen haben
in diesem Umfeld einen größenbedingten
Nachteil, da bspw. die Einrichtung eines
Betriebskindergartens für Großunterneh-
men durch erzielbare Skaleneffekte deut-
lich kostengünstiger ist. Diese Erkenntnis
ist auch auf das betriebliche Gesundheits-
management übertragbar. Daher ist es
für den Mittelstand unerlässlich, einer-
seits bei der Gestaltung von Maßnahmen
auf betriebswirtschaftlich verträgliche Lö-
sungen zu bauen und andererseits intelli-
gente Lösungen zu entwickeln, die bspw.
durch Kooperationen zu einer spürbaren
Kostensenkung führen.
In den vergangenen Jahren haben viele
mittelständische Unternehmen, auch in
unserer Region, sinnvolle und betriebs-
wirtschaftlich tragbare Lösungen ent-
wickelt, an denen man sich ein Beispiel
nehmen kann!
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„Die Einrichtung unseres Betriebskin-
dergartens ist eine Erfolgsgeschichte“,
so Klaus Schmidt, kaufmännischer Di-
rektor des DRK Krankenhauses in Kir-
chen.
Die Entscheidung dazu ist nach gründ-
licher Bedarfs- und Alternativenprüfung
gefallen. So konnten ausgeschriebene
Facharztstellen in Ihrer Attraktivität er-
heblich gesteigert werden. Denn heute
sind es oft die „weichen Faktoren“, die
ausgeschriebene Stellen, gerade in einer
Flächenregion wie demWesterwald, für
Fachärzte und Pflegepersonal attraktiv
machen. Der Betriebskindergarten des
DRK Krankenhauses in Kirchen hält ins-
gesamt 30 Plätze bereit. Er ist von 6.00
Uhr - 18.00 Uhr durchgehend geöffnet,
auch in den Ferien. Er steht Kindern von
Ärzten und Pflegepersonal gleicherma-
ßen zur Verfügung.
Durch seinen Beitrag zur Gewinnung
und Bindung von Fachärzten sind Eng-
pässe bei der Stellenbesetzung und da-
mit in der medizinischen Versorgung ak-
tiv vermieden worden. So konnte auch
die durch Fachärztemangel drohende
Schließung einer ganzen Station abge-
wendet werden.
Die vermiedenen Mindereinnahmen
des Krankenhauses durch die gesicher-
te medizinische Versorgung wiegen die
Investitionen bei weitem auf. Und die
Übernahme der Trägerschaft durch den
DRK-Landesverband stellt die Investi-
tion langfristig auf stabile Füße. Gleich-
zeitig stehen mit der Aufnahme in den
Bedarfsplan neben der Refinanzierung
auch sechs Plätze für Kirchener Familien
zur Verfügung.
„Wir haben 2011 den Schritt zum Be-
triebskindergarten gewagt und nun kön-
nen wir mit Stolz auf das Erreichte bli-
cken. Mit aktiver Personalpolitik haben
wir einen weiteren Beitrag zur Siche-
rung der medizinischen Versorgung am
Standort Kirchen geleistet“, resümiert
Klaus Schmidt.
Kontakt:
Klaus Schmidt
Kaufm. Direktor DRK Krankenhaus Kirchen
Integriert im Krankenhausgelände - der Betriebskindergarten des DRK Krankenhauses Kirchen
Kontakt:
Matthias Hess,Teamleiter Personal
Thomas Magnete - Zentrale in Herdorf
Kontakt:
Prof. Dr. Holger Reinemann
Hochschule Koblenz | Mittelstandsmanagement
Personal- und Unternehmensführung
DRK KRANKENHAUS - Kirchen
Auch wirtschaftlich ein Erfolg
Erster Betriebskindergarten im nördlichen Rheinland-Pfalz
Auch bei den Sparkassen der Region sind
die Themen Familienfreundlichkeit und
Gesundheitsmanagement wesentlicher
Bestandteil einer mitarbeiterorientier-
ten Personalpolitik. Die Ausrichtung der
Personalarbeit richtet sich an arbeits-
und lebenszyklischen Bedürfnissen aus.
Schon seit 1992 besteht innerhalb der
KSK Westerwald die Dienstvereinba-
rung „Beruf und Familie“.
„Unser umfangreiches Angebot wird
von unseren Mitarbeitern sowohl für
die Elternzeit, als auch für die Pflege von
Angehörigen in Anspruch genommen.
Zu den freigestellten Kollegen wird in-
tensiver Kontakt gehalten um einem
Wissens- und Informationsdefizit, der
den Wiedereintritt erschweren könnte
erst gar nicht aufkommen zu lassen. In-
Kontakt:
Jörg Denker
Leiter Personal KreissparkasseWesterwald
Familie und Beruf
KREISSPARKASSEWESTERWALD
Gezielte Angebote für verschiedene Lebenslagen
formationsveranstaltungen zu allgemei-
nen Themen, wie z. B. Entwicklung der
Sparkasse, Pflege o. Ä. runden dies ab“,
sagt Jörg Denker, Personalleiter bei der
KreissparkasseWesterwald.
Im Rahmen einer Work-Life-Balance
werden den Mitarbeitern der Sparkas-
sen auch umfangreiche Maßnahmen
zur Gesundheitsförderung angeboten.
Die Schwerpunkte liegen dabei auf Ge-
sundheitsberatung, betriebsärztlicher
Betreuung, Wiedereingliederungsför-
derung nach langer Erkrankung und in-
ner- und außerbetrieblichen Sport- und
Fitnessangeboten sowie dem jährlichen
Gesundheitstag.
Für sein vorbildliches Ausbildungskonzept
ist Wirtgen, Produzent von mobilen Ma-
schinen und Dienstleister rund um den
Straßenbau, überregional bekannt.
„Die Mitarbeiter von morgen im eigenen
Betrieb heranzuziehen – das ist für beide
Seiten eine lohnende Investition in eine
sichere Zukunft“, erklärt Helmut Hecking,
Leiter Aus- undWeiterbildung und gleich-
zeitig Gesundheitsberater beiWirtgen.
Kontakt:
Helmut Hecking
LeiterAus- undWeiterb. und Gesundheitsberater
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Motiviert, gesund, fachlich top
WIRTGEN -Windhagen
Ganzheitliche Betreuung während der Ausbildung
„Körper,Geist und Seele zu stärken ist ge-
rade bei Jugendlichen wichtig und kommt
bei unserenAuszubildenden auch sehr gut
an“, sagt Hecking und verweist auf die gut
besuchten wöchentlichen Trainingsabende
und die jeweils einmal im Jahr stattfinden-
den Gesundheits- und Familientage.
Gesundes und abwechslungsreiches Essen
zu einem fairen Preis und auf die Arbeits-
zeiten abgestimmte Öffnungszeiten der
betriebseigenen Kantine tragen zur gesun-
den Lebensführung bei und machen Fast-
Food für viele Beschäftigte entbehrlich.
Die intensive ganzheitliche Betreuung
während der Ausbildung wird durch über-
durchschnittliche Leistungen belohnt.
Wöchentliches angeleitetes Training der Azubis bei Wirtgen
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