Wirtschaftsinfo Nr. 5 - page 10-11

Wirtschafts
info
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Institutionen und Verbände
Gesundheitsmanagement und Familienfreundlichkeit
in Verwaltung und Land
FAMILIENFREUNDLICHKEIT & GESUNDHEITSMANAGEMENT
„Handwerk vital & demografiefest“
HANDWERKSKAMMER - Koblenz
Projekt bietet HandwerkernWettbewerbsvorteile
Beratung undVeranstaltungen
INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER - Koblenz
Unterstützung bei der Personalentwicklung
Demografischer Wandel und Fachkräf-
teengpässe sind schon lange keine Zu-
kunftsszenarien mehr. Viele Unterneh-
men aller Größen und Branchen spüren
bereits heute die Auswirkungen. Dies
stellt die Personalverantwortlichen vor
große Herausforderungen, denn es gilt,
die Beschäftigten an das Unternehmen
zu binden und langfristig leistungsfähig
zu halten.
Unterstützung bei dieser Aufgabe bie-
tet die Personalentwicklungsberatung
der IHK Koblenz. Hier erhalten Unter-
nehmen in einer persönlichen Beratung
Baustelle und Familie im Einklang
LANDESBETRIEB MOBILITÄT RHEINLAND-PFALZ - Diez
Freie Fahrt für familienfreundliche Arbeitsorganisation
Verkehrswege sind die Lebensadern un-
serer (Wirtschafts-) Region. Jeder nutzt
sie, jeder wünscht sich einen reibungslo-
sen, staufreienVerkehr.
Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-
Pfalz (LBM) betreut ca. 18.000 km Au-
tobahnen und Verkehrsstraßen sowie
1.787 km Radwege. 7.500 Brücken, 380
km Stützwände, 80 km Lärmschutzwän-
de und 29Tunnel mit einer Gesamtlänge
von 9 km müssen ebenfalls gewartet und
instand gehalten werden.
Um diese Aufgabe mit möglichst weni-
gen Beeinträchtigungen für Gewerbe-
und Privatverkehr bewältigen zu kön-
nen, sind Nacht- und Wochenendarbeit
bei den ca. 4.000 Beschäftigten des LBM
in Rheinland-Pfalz keine Seltenheit.
Um die Anforderungen an die Beschäf-
tigten mit deren individuellen Bedürfnis-
sen in Einklang zu bringen, hat sich der
LBM dem „audit berufundfamile
®“
un-
terzogen und wurde 2007 als familien-
freundliches Unternehmen zertifiziert.
Zu den Schwerpunkten der familien-
freundlichen Personalpolitik im LBM
gehört es zum Beispiel, die Arbeits-
zeiten noch flexibler zu gestalten und
eine familiengerechte Arbeitsorganisa-
tion zu ermöglichen. „Wir bieten un-
seren Mitarbeitern die verschiedensten
Teilzeit- und Wiedereinstiegsmodelle
an“, so Alfred Dreher, Kaufmännischer
Geschäftsführer des LBM. Besonderen
Wert legt man auch darauf, die Füh-
rungskräfte für das Thema zu sensibili-
sieren. Mit Erfolg: „Es gibt bei uns schon
einige Frauen und Männer, die als Fach-
gruppen- oder Teamleiter beispielsweise
nur 30 Stunden in derWoche arbeiten“,
berichtet Dreher.
Die Angebote des Landesbetriebs wer-
den dabei nicht nur auf die Bedürfnisse
rund um die Kindererziehung ausge-
richtet. Auch bei der Pflege und Unter-
stützung von Angehörigen bietet der
LBM entsprechende Hilfestellung. Zum
Beispiel sollen Mitarbeiter, die in Eltern-
zeit sind oder ihre Angehörigen pflegen,
in Kontakt mit der Dienststelle bleiben
können. Geplant ist, dass Kollegen sie
mit wichtigen Informationen versorgen
und beim Wiedereinstieg in den Beruf
helfen.
Infos zur Personalentwicklungsberatung
stehen unter
Dokument-Nr. 7068 zur Verfügung.
Ansprechpartnerin:
KerstinWiertalla
Referentin Personalentwicklungsberatung
Mitarbeitergesundheit im Leitbild verankert
WESTERWALD BANK - Hachenburg
Gesund von Anfang an
„Wir sind ein fairer Arbeitgeber mit be-
sonderem Anspruch an die Gesundheit
unserer Mitarbeiter“, heißt es im Leit-
bild derWesterwald Bank e. G.
„Prävention und Gesundheitsförderung
sind die zwei Eckpfeiler unseres Betrieb-
lichen Gesundheitsmanagements. Wir
möchten Krankheitsrisiken und -ent-
stehung verhindern und die Gesundheit
unserer Mitarbeiter durch Stärkung der
individuellen Ressourcen stabilisieren“,
bringt Karl-Peter Schneider, Personal-
leiter der Westerwald Bank in Hachen-
burg, die Zielsetzung des Geldinstituts
auf den Punkt.
Ein großes Kursangebot zu Sport, Ent-
spannung und Pflege, aber auch weiter-
gehende Aktionen, wie Fahrsicherheits-
trainings, themenbezogene Schulungen
von Führungskräften und die enge
Zusammenarbeit mit Betriebsärzten,
Sicherheitsbeauftragten und des Faci-
litymanagements untermauern diese
Aussage. Einen wichtigen Punkt stellt
auch die Beratung in schwierigen Le-
benssituationen und nach traumatischen
Ereignissen, z. B. nach einem Banküber-
fall, dar.
Alle Filialen haben eine Erste-Hilfe-Aus-
stattung und sind seit 2007 rauchfrei.
Ehemalige Raucherräume werden z. B.
als Erste-Hilfe-Räume neu genutzt.
„Gesund von Anfang an“, ist der Titel
des Workshopprogramms für Auszubil-
dende der Bank. Alle Azubis durchlau-
fen während ihrer Ausbildung insgesamt
sechs Workshops alleine zum Thema
Gesundheitsförderung.
wichtige Impulse und erste Umset-
zungshilfen zu den Möglichkeiten der
Personalentwicklung. Darüber hinaus
bietet die IHK Koblenz Veranstaltungen
zu aktuellen Themen der Personalarbeit
sowie den Erfahrungsaustausch mit an-
deren Unternehmen.
Judith Klein
Projektleiterin Beruf und Familie im LBM
www. lbm.rlp.de
Die Betreuung und Instandhaltung der straßenbaulichen Infrastruktur in Rheinland-Pfalz ist Aufgabe des Landesbetriebs Mobilität
Gesund von Anfang an - Auszubildende der Westerwald Bank
Kontakt:
Karl-Peter Schneider
PersonalleiterWesterwald Bank e. G.
www. westerwaldbank.de
Zukunftsinitiative
Starke Kommunen - starkes Land
AktivRegion Rhein-Wied überzeugt
Die Initiative „Starke Kommunen - Star-
kes Land“ des rheinland-pfälzischen In-
nenministeriums unterstützt praktische
Umsetzungen von Bürgerbeteiligung
und interkommunaler Kooperation.
Dazu waren die Kommunen des Landes
aufgerufen, Projekte einzureichen.
Die Verbandsgemeinden Waldbreitbach,
Bad Hönningen und Linz haben sich zu-
sammengeschlossen und sich als „Aktiv-
Region Rhein-Wied“ mit den Schwer-
punktthemen:
n
Gesundheit
(gesund und aktiv leben in der
„AktivRegion Rhein-Wied“)
(VGWaldbreitbach)
n
Integration
(Migranten und Neubürger)
(VG Bad Hönningen)
n
Ehrenamt und Senioren
(VG Linz)
beworben.
Diese Themen und die Kooperation der
drei Verbandsgemeinden haben in Mainz
überzeugt: Das Projekt wird bis zum
Sommer 2016 von der Landesregierung
unterstützt. Bis dahin sollen mit Beteili-
gung der Bürger Ideen zu den Schwer-
punktthemen in konkrete Projekte um-
gesetzt sein. Die Ergebnisse sollen dann,
das ist die Idee des Gesamtprojekts,
allen Verbandsgemeinden im Land bei-
spielgebend zur Nachahmung empfoh-
len werden.
Das Projekt „Handwerk vital & demo-
grafiefest“ der HwK Koblenz unterstützt
Handwerksbetriebe mit vielfältigen kos-
tenfreien Gesundheitsangeboten. Der
Fokus liegt auf der Beratung, Fortbildung
und Öffentlichkeitsarbeit zu Gesund-
heitsthemen. Das Projekt wird vom Eu-
ropäischen Sozialfonds und dem Minis-
terium für Soziales, Arbeit, Gesundheit
und Demografie Rheinland-Pfalz geför-
dert.
Die Handwerkskammer Koblenz legt
darüber hinaus einen Hauptschwer-
punkt auf die Basisarbeit: Durch die
gezielte Ansprache von Lehrlingen und
zukünftigen Unternehmern/Führungs-
kräften in der überbetrieblichen Lehr-
lingsunterweisung und in Meisterkursen
soll eine Plattform geschaffen werden,
um Gesundheitsförderung frühzeitig im
Handwerk zu etablieren.
Regelmäßige Veranstaltungen sensibili-
sieren zum Thema. Die „Erfahrungswelt
Gesundheit“ im Mai dieses Jahres sowie
kommende Veranstaltungen werden mit
Unterstützung des Projektes „Hand-
werk vital & demografiefest“ durchge-
führt.
Kontakt:
MareileWilbert
Projektkoordination
www. hwk-koblenz.de
Ansprechpartner zu den regionalen Projekten:
Rolf Schmidt-Markoski
Rudolf Schmitz
Stefan Heck
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