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Wirtschafts

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HANDWERK

Marketing umfasst alle Ihre unterneh­

merischen Tätigkeiten auf dem Markt

und ist Basis Ihres unternehmerischen

Erfolgs. Ziel ist es, Ihre Handlungen

nach dem Kunden auszurichten.

Hier einige Kriterien, die Sie für Ihren

Betrieb prüfen sollten.

Marktanalyse:

Kenne ich den Markt,

mein Umfeld, meine Branche und erken­

ne ich Trends und Entwicklungen? Habe

ich meine Kundenzielgruppe und deren

Anforderungen definiert, und weiß ich,

was meine Kunden wollen? Habe ich

meine Produkte den Anforderungen

meiner Zielgruppe angepasst, und denke

ich markt- und kundenorientiert?

Wettbewerbsanalyse:

Kenne ich die

Produkte, die Preise, die Qualität und

die Serviceleistungen meiner Mitbe­

werber? Biete ich meinen Kunden re­

gelmäßig besondere Leistungen an, die

mich vom Wettbewerb abheben? Wo

liegt mein Alleinstellungsmerkmal?

Preispolitik:

Orientiere ich meine

Preise an meinen Selbstkosten, an den

Preisen des Wettbewerbs oder an den

Markt- bzw. Kundenanforderungen?

Marktauftritt:

Denke ich an alternati­

ve Vertriebswege (z.B. Kooperationen)

und biete ich meinen Kunden Dienstleis­

tungen und Service? Hat meinUnterneh­

men ein einheitliches Erscheinungsbild ?

Machen Sie es sich z.B. zum Ziel in

diesem Jahr noch drei Marketingmaß­

nahmen anzugehen. Nehmen Sie zwei

Maßnahmen, die Sie schon kennen und

deren Abwicklung Ihnen leicht fällt.

Und dann testen Sie eine neue Idee.

Bewerten Sie hinterher: Was ist gut

gelaufen, was nicht? Und dann bleiben

Sie dran. Machen Sie im nächsten Jahr

weiter.

Unternehmensführung

Unternehmensführung

Aufgrund des ständig zunehmenden

Wettbewerbs und Leistungsdrucks,

dem gerade die kleinen und mittleren

Handwerksbetriebe ausgesetzt sind, und

den rasanten technologischen Entwick­

lungen wird die effiziente und effekti­

ve Ausnutzung sämtlicher verfügbarer

Ressourcen immer wichtiger, vor allem

auch die Ausschöpfung vorhandener

menschlicher Fähigkeiten und Kenntnis­

se. Jedoch dürfen bei aller Optimierung

und zunehmendem Erwartungsdruck an

die Beschäftigten Themen wie Work Life

Balance, Arbeitsklima, die ganzheitlich

verstandene Gesundheit der Arbeitneh­

mer und die Arbeitszufriedenheit nicht

zu kurz kommen. Vor dem Hintergrund

des demografischen Wandels und dem

zunehmenden Kampf um qualifizierte

Arbeitskräfte wird es außerdem immer

wichtiger, Unternehmenskultur ins Auge

zu fassen und bei Bedarf anzupassen. Un­

ternehmenskultur kann daher als klarer

Wettbewerbsvorteil verstanden werden

und ist aufgrund der Einzigartigkeit in je­

dem Betrieb nur schwer nachahmbar.

Das Thema hat in vergangener Zeit zu­

nehmend Aufmerksamkeit auf sich gezo­

gen, gilt es doch neben harten Faktoren

als wichtigster Erfolgstreiber in einem

Unternehmen. Unternehmenskultur be­

schreibt ein Gebilde aus Werten, Grund­

haltungen, Normen und Traditionen und

bildet den systemischen Rahmen für das

Denken und Handeln im Unternehmen.

Dabei ist jeder einzelne Mensch, der

Teil dieses Systems ist, von besonde­

rer Wichtigkeit. Jedoch ist nicht nur die

Mitarbeiterorientierung von Bedeutung,

auch die Kunden-, Produkt- und Quali­

tätsorientierung sind Aspekte, die positiv

zum unternehmerischen Erfolg beitra­

gen. Die gelebten Werte der Unterneh­

menskultur schlagen sich wiederum in

der Außenwirkung des Unternehmens

nieder und wirken somit nicht nur auf

interne, sondern auch auf externe Inte­

ressensgruppen. Eine positive Unterneh­

menskultur kann somit maßgeblich zur

Bindung und Neugewinnung von Mit­

arbeitern beitragen, aber auch positive

Spuren bei anderen Interessierten wie

Banken, Kunden und Lieferanten hinter­

lassen. Wie führen Sie Ihr Unternehmen?

Für den Notfall gerüstet?

Für den Eintritt eines Notfalls (plötz­

liche Erkrankung, Unfall, Tod) ist es

wichtig eine Notfallmappe zu erstellen.

Ihre Handwerkskammer hält hierfür

eine Vorlage für Sie bereit. Diese soll

die Geschäftsvertretung regeln und den

Ablauf des Tagesgeschäftes sichern.

Erarbeiten Sie die Inhalte zusammen

mit Ihrem Vertreter / Ihrer

Vertreterin und hinterlegen

Sie das Notfallhandbuch mit allen wich­

tigen Informationen an einem für die

Betreffenden zugänglichen Ort.

Internetpräsenz

Die rasante Verbreitung des Internets eröffnet den Handwerksunternehmen die Chance,

neue Märkte und Kunden zu erreichen. Die gezielte und gut vorbereitete Nutzung des Inter­

nets schafft Wettbewerbsvorteile, erhöht die betriebswirtschaftliche Effektivität, verstärkt

den Service für den Kunden. Professionalität muss hierbei selbstverständlich sein.

Gedruckte Werbemittel und

-möglichkeiten

wie z.B. Geschäftsdruck­

sachen, Mailings/Anschreiben, Anzeigen,

Aufkleber, Handzettel, Kataloge, Prospek­

te etc.

Optische und akustische Werbemög-

lichkeiten

wie z.B. Kinoreklame, Leucht­

reklame, Werbeschilder, Bandenwerbung,

Hinweisschilder, Autobeschriftung etc.

PR-Maßnahmen

wie z.B. Betriebsbesich­

tigung, Tag der offenen Tür, ehrenamtliche

Tätigkeit, Ehrungen, Spende, Jubiläum

„Baustelle, nicht Saustelle“

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter coachen zum

Thema „Wie benimmt man sich auf der

Baustelle“.

Die Unternehmenskultur

Interne und externe Auswirkungen – eine Kurzbeschreibung

Erfolgsfaktor Marketing

In aller Kürze:

Betriebsnachfolge – eine Herausforderung

Werbemöglichkeiten nutzen – Beispiele:

Betriebsübergabe in

die 8. Generation

Die Töpferwerkstatt Ströder-Stein in Mo-

gendorf besteht seit dem Jahre 1860.

Seit 2013 ist Fabian Stein (25 Jahre) Inha-

ber der Töpferwerkstatt mit 6 langjährigen,

erfahrenen Mitarbeitern. Er führt damit den

Familienbetrieb in die 8. Generation. Im drit-

ten Ausbildungsjahr als Industriekeramiker in

einem Fremdbetrieb traf er den Entschluss,

den Betrieb zu übernehmen. Um sein fachli-

ches und betriebswirtschaftliches Wissen zu

erweitern, folgte die zusätzliche Ausbildung

zum staatl. gepr. Keramiktechniker.

Die Betriebsübernahme ist für Fabian Stein

ein „Geben und Nehmen“ – er nimmt die

Unterstützung der Eltern und gibt viel

Herzblut, um den Betrieb erfolgreich wei-

ter zu führen.

www.toepferwerkstatt.com

VORSTELLUNG

Sie haben Ihr Unternehmen seit vielen

Jahren durch Höhen und Tiefen be­

gleitet. Wenn Sie auch langfristig die

Existenz des Betriebes sowie der Ar­

beits- und Ausbildungsplätze sichern

möchten, sollten Sie frühzeitig über die

Fortführung nach Ihrem Ausscheiden

aus dem Berufsleben nachdenken.

Die Betriebsübergabe ist neben der

Gründungsphase die wichtigste strate­

gische Phase eines Unternehmens. Für

die Übergabe eines Betriebes gibt es

keine Standardlösung. Jeder Fall muss

individuell und ganzheitlich betrachtet

werden. Wichtig ist vor allem, dass eine

Übergabe rechtzeitig vorbereitet wird.

Verschiedene Alternativen müssen

durchdacht, rechtliche, erbrechtliche

und steuerrechtliche Voraussetzungen

berücksichtigt werden. Finanzielle As­

pekte, aber auch familiäre und persön­

liche Überlegungen, sind zu beachten.

Nicht nur Fakten, auch Emotionen und

unterschiedliche Wertvorstellungen

der Generationen spielen eine Rolle bei

der Nachfolge. Der Übergeber trennt

sich von seinem

Lebenswerk und

muss emotional

loslassen können.

Der

Überneh­

mer begibt sich

in das Abenteuer

der Selbständig­

keit und möchte

eigene Ideen ver­

wirklichen. Das

bietet Potenzial

für Konflikte und

kann den Nachfol­

geprozess negativ

beeinflussen.

Lassen Sie sich unbedingt beraten! Die

Betriebsberater der Handwerkskam­

mer Koblenz stehen Ihnen für eine

kostenfreie individuelle Beratung zur

Verfügung.

Die

Betriebsbörse

der HwK Koblenz

bietet eine gute Plattform, einen geeig­

neten Nachfolger oder ein passendes

Unternehmen zur Übernahme zu fin­

den, vermittelt Angebote und Nachfra­

gen zu übergabewilligen Betrieben und

Betriebsnachfolgern.

Sie hilft auch Existenzgründern bei der

Suche nach einem geeigneten Betrieb

zur Übernahme und bietet somit eine

Alternative zur Neugründung.

Die Betriebsbörse der HwK Koblenz

und die bundesweite Börse nexxt-

change sind Hilfsmittel, ersetzen aber

in keinem Fall den persönlichen Kon­

takt. Sprechen Sie Ihren Betriebsbera­

ter der HwK zu Beginn des Suchpro­

zesses unbedingt an.

www.hwk-koblenz.de/betriebsboerse

Bundesweite Unternehmensbörse:

www.nexxt-change.org