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Wirtschafts

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HANDWERK

Zukunft gestalten

Zukunft gestalten

Kampagne „Hände hoch für‘s Handwerk“

Das Duale Studium

Nach dem Abitur beginnt für viele Schul­

abgänger die Qual der Wahl: Berufliche

Ausbildung oder Hochschulstudium? In

Rheinland-Pfalz bietet sich mit dualen

Studiengängen eine dritte Variante, die

die Vorzüge beider Formen kombiniert.

Weiterführende Informationen zum Du­

alen Studium findet man z.B. bei der Du­

alen Hochschule Rheinland-Pfalz.

Ein regionales Modell hat dieWirtschafts­

förderung im Kreis Altenkirchen gemein­

sam mit der Hochschule Koblenz und der

Berufsschule Betzdorf-Kirchen ins Leben

gerufen – das Duale Studium Maschinen­

bau in der Region Westerwald.

Im Sommer 2016 startet dieses mit einer

eigenen Fachklasse Metalltechnik an der

BBS in Kirchen. Beim Dualen Studium

Westerwald wird die praktische Ausbil­

dung im Betrieb mit einer theoretischen

Ausbildung an einer Hochschule ver­

knüpft und durch das integrierte Modell

zwei berufsqualifizierende Abschlüsse

erreicht – neben der Facharbeiterausbil­

dung auch der Abschluss als Bachelor of

Engineering Maschinenbau. Teilnahme­

bedingungen und weitere Informationen

finden Sie auf der Homepage.

Duales Studium Maschinenbau

in der Region Westerwald:

www.duales-studium-westerwald.de

Duale Hochschule Rheinland-Pfalz:

http://dualehochschule.rlp.de/ www.wegweiser-duales-studium.de www.azubiyo.de/duales-studium/

koblenz

Maschinenbau Runkel GmbH

in Rengsdorf

Der familiengeführte Maschinenbaube-

trieb ist für zahlreiche führende Unter-

nehmen verschiedener Branchen seit 1965

tätig. Vom kleinen Handwerksbetrieb ent-

wickelte er sich zum modernen Zulieferer.

22 Jugendliche werden im Moment aus-

gebildet. Einer davon ist Simon Hardt, 21

Jahre, der nach dem Abitur eine Ausbildung

zum Feinwerk- bzw. Industriemechaniker

macht und gleichzeitig im Dualen Studium

an der Hochschule in Koblenz studiert.

Originalton Walter Siegel, Ausbildungslei-

ter: „Als Führungskraft hat er dann große

Chancen, sich hier im eigenen Betrieb bzw.

in jedem Betrieb, zu integrieren.“

www.w-u-d.com

VORSTELLUNG

Jungen Menschen eine Chance bieten.

Eine Perspektive geben. Zwei Argu­

mente, viele Herausforderungen.

Handwerksbetriebe sind mit ihrer

Vielfalt, den sich ständig wandelnden

technischen Herausforderungen und

ihrer Nähe zum Menschen dazu prä­

destiniert, jungen Erwachsenen mit

unterschiedlichsten Erfahrungshinter­

gründen eine Chance, eine Perspekti­

ve und eine Zukunft zu bieten. Allein

schon deshalb ist Handwerk sexy und

ein unverzichtbarer Bestandteil der

Wirtschaft und der Gesellschaft.

Heute kann ein junger Mensch im

Handwerk alles erreichen, bis hin zum

eigenen Unternehmen. Hierzu bedarf

es einer profunden Ausbildung und ei­

nes umfangreichen Wissens. Lebenslan­

ges Lernen ist oftmals unerlässlich, hält

aber auch fit, bietet neue Einsichten

und Möglichkeiten und fordert heraus.

Alle im Handwerk Aktiven sind dazu

aufgerufen, diese positiven und Mut

machenden Aspekte vorzuleben und

weiterzugeben. Sprechen Sie positiv

über Ihren Beruf und über die Neue­

rungen, die eine sich wandelnde Welt

mit sich bringt. Sprechen Sie über Ihre

Fortbildungen oder besuchen mal wie­

der eine, und geben Sie Ihre Erfahrun­

gen weiter. Leisten Sie im berechtigten

Falle konstruktive Kritik, damit sich alle

Beteiligten verbessern können. Lassen

Sie aber auch neue Wege und Ideen zu.

Denn hierin liegt oftmals der Schlüssel

zur Zukunftsfähigkeit.

www.hwk-koblenz.de/ausbildung

Zwei Ziele, die von den Wirtschafts­

förderungen im Westerwald aktiv

unterstützt werden. Zwei regionale

Stellenbörsen, oder auch Jobportale,

führen Stellenanbieter und Stellensu­

chende zusammen und bieten darüber

hinaus die Möglichkeit, sich öffentlich­

keitswirksam zu präsentieren. In den

Landkreisen Altenkirchen und Neu­

wied wird in Zusammenarbeit mit der

Arbeitsagentur Neuwied das Portal

www.jobportal-regional.de

betrieben.

Im Westerwaldkreis und im Rhein-

Lahn-Kreis in Zusammenarbeit mit der

Arbeitsagentur Montabaur das Jobpor­

tal

www.fachkräfte-regional.de.

Beide Portale können von den in den

Landkreisen ansässigen Unternehmen

und Betrieben kostenfrei genutzt wer­

den. Sie können Ihr Stellenangebot ganz

einfach per Eingabemaske eintragen

und absenden. Zudem können Sie sich

als Arbeitgeber der Region in einer ei­

genen Rubrik eintragen lassen und so

Ihre Webpräsenz erhöhen.

Die Wirtschaftsförderungen kümmern

sich um den Betrieb, die Pflege und die

Bewerbung der Seiten. Insbesondere

in regionalen Printmedien und auch

zunehmend in unseren heimischen

Schulen werden die Portale vorgestellt

und beworben. Sie können somit auch

Ihre Ausbildungsplatzangebote einstel­

len. Bei Fragen zu den Portalen stehen

Ihnen die Wirtschaftsförderer Ihres

Landkreises gerne zur Verfügung.

Jobportal für Unternehmen und Betrie­

be mit Sitz im Landkreis Neuwied und

im Landkreis Altenkirchen:

www.jobportal-regional.de

Jobportal für Unternehmen und Betrie­

be mit Sitz im Westerwaldkreis und im

Rhein-Lahn Kreis:

www.fachkräfte-regional.de

Warum ist Handwerk sexy?

Fachkräfte finden und auf sich aufmerksam machen

Westerwald Holztage 2015

Die Organisatoren, die drei Landkrei­

se Neuwied, Altenkirchen und Wes­

terwaldkreis, blicken auf ein erfolgrei­

ches Veranstaltungswochenende vom

24. - 26. April 2015 zurück. Die 3. Aufla­

ge der Holztage lockte mehr als 24.000

Besucher auf das Veranstaltungsge­

lände. Bei der Eröffnung begrüßte

Landrat Rainer Kaul als Vertreter der

Gemeinschaftsinitiative „Wir Wester­

wälder“ die zahlreichen Gäste aus Po­

litik, Wirtschaft und Forst. An beiden

Tagen präsentierten über 90 Aussteller

das Thema Holz auf vielfältige Weise

und sorgten so für Abwechslung und

Begeisterung. Der Ausbildungsbereich

„Schlauer Fuchs“ informierte auf an­

schauliche Weise über verschiedene

Ausbildungsberufe rund ums Holz.

Die

Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Westerwaldkreis (WFG) legt sich für das

Westerwälder Handwerk mächtig ins

Zeug - und das mit einem medialen Power­

play. Unter dem Motto „Hände hoch für‘s

Handwerk“ startete im letzten Sommer

eine umfangreiche Imagekampagne, mit

der die neuen, modernen, dynamischen

Seiten des Handwerks und seine große

Vielfalt präsentiert werden sollen.

Mit einer eigenen Facebook-Seite, Kino­

spots mit Junghandwerkern und Informa­

tionsveranstaltungen wird die junge Ziel­

gruppe angesprochen. Mittelpunkt war der

Aktionstag am 17. September 2015.

Mit diesem Donnerstag hat die WFG pro­

minente Politiker zu Auszubildenden für

einen Tag gemacht. Den Blaumann über­

streifen, aktiv im Handwerk helfen – und

das einen ganzen Tag lang. So, als sei man

eben kein Politiker oder Funktionär, son­

dern Azubi im Handwerk. Die Resonanz

auf den Aktionstag war groß, das Feedback

aller Beteiligten äußerst positiv. Und: Die

Geschichte des Aktionstages wird fortge­

schrieben. Dafür hatte die WFG bereits

im Vorfeld gesorgt, als man bundesweit

drei Kandidaten „nominiert“ hatte und am

Aktionstag in Montabaur das Staffelholz

weiterreichte an die Stadt Norden, die

Handwerkskammer Halle (Saale) und die

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saar­

pfalz mbH.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die drei

Nominierten persönlich vor Ort waren,

um das Staffelholz zu übernehmen“, sagte

Landrat Achim Schwickert. „Es ist wichtig,

diese große Herausforderung, den Nach­

wuchs für das Handwerk zu begeistern,

gemeinsam anzugehen.“ Ziel der Staffel­

übergabe ist es, die Kampagne nachhaltiger

zu gestalten und den Impuls in andere Regi­

onen weiterzureichen. Inspiriert wurde die

WFG dabei von der sogenannten „Ice-Bu­

cket-Challenge“. „Wir wünschen uns, dass

auch diese drei Kandidaten das Staffelholz

weitergeben“, sagt Katharina Schlag von

der WFG des Westerwaldkreises. „Wir

sind gespannt, was 2016 noch passiert und

überlegen schon mal, was wir tun, wenn es

nach der Reise quer durch Deutschland in

ein paar Jahren zu uns zurückkommt.“